Mit dem Tempo des Wandels Schritt halten
Die Geschwindigkeit, mit der neue Produkte eingeführt werden, sich Policies ändern oder neue Strategien und Workflows verankert werden müssen, hat stark zugenommen. Learning & Development kommt kaum hinterher, den Bedarf zentral zu decken.
Schon im Jahr 2022 haben Angestellte laut einer in der Harvard Business Review zitierten Gartner-Studie im Schnitt zehn Change-Prozesse erlebt. 2016 waren es noch zwei. Und diese Daten sind bereits vier Jahre alt.¹
Auch wir sehen diesen Trend schon seit langem in Gesprächen mit unseren Kundinnen und Kunden. Klar ist: So kann es nicht dauerhaft weitergehen. Auf der Articuland in Orlando hat Articulate im September ein Produkt vorgestellt, das hier Abhilfe schafft: Frontline.
Frontline: von Articulate entwickelt für Teams außerhalb von L&D
Kurz gesagt: Frontline ist ein neuer Teil der Learning Intelligence Platform von Articulate. Das Produkt ermöglicht es Teams in einer Organisation, aus verstreuten Dokumenten, Präsentationen oder PDFs Training-Kits zu erstellen – ohne L&D-Background und genau dann, wenn der Bedarf entsteht. Für die L&D-Welt bedeutet das einen großen Schritt nach vorn: Teams können Trainings schneller selbst umsetzen, während Learning & Development aus der Kapazitätsspirale herauskommt.
Denn, wenn nicht mehr jede PDF von L&D in einen Kurs verwandelt werden muss, wenn nicht mehr ständig Anfragen für kleinste Updates bei den Instructional Designern landen und wenn die reine Produktion von E-Learnings nicht mehr den ganzen Tag bestimmt, entsteht Raum für das, worauf es heutzutage wirklich ankommt: die didaktischen und strategischen Fundamente für skaliertes Training zu schaffen. Und genau hier kann L&D zu einer tragenden Säule aller Change-Prozesse werden.

So funktioniert Articulates neues Produkt Frontline
Frontline funktioniert creditbasiert. Ein Abonnement kann dabei unbegrenzt viele Einzellizenzen enthalten. Darin unterscheidet es sich von Articulate 360 AI, wie es L&D-Profis seit langem kennen. Je nach Bedarf werden mit Credits sogenannte Training-Kits erstellt, die Guides, Quick References, interaktive Videos, Szenarios oder Training-Decks enthalten können. Grundlage dafür sind einfache Prompts oder vorhandenes Ausgangsmaterial. Der integrierte AI-Agent Nova macht dann Vorschläge, wie die didaktische Umsetzung aussehen könnte, verständlich und nachvollziehbar für jeden. Und das Beste: Nova kann Updates mit einem simplen Prompt überall ausrollen und baut auf vielen Jahren lernwissenschaftlicher Erkenntnisse auf.
Welche Rolle spielt L&D?
Doch was heißt das für L&D-Experten konkret? Kann nachhaltiger Wissenstransfer und -behalt funktionieren, wenn jede Abteilung ihre eigenen Trainings erstellt und aktualisiert? Das funktioniert, wenn L&D eine strategischere Rolle im Unternehmen einnimmt und die Leitlinien und Standards für Trainings definiert. L&D-Teams haben Erfahrung in der Kurserstellung, ein genaues Auge, um wirksames und unwirksames Lernen zu unterscheiden und damit genau den wertvollen Wissensschatz, der nötig ist, um Lernen unternehmensweit zu skalieren. Und um AI-generierte Inhalte fachlich einordnen und beurteilen zu können.
Ein Prozess mit Learning & Development als Schaltzentrale könnte so aussehen:
- Didaktik, Strategie und Best Practices werden von L&D vorgegeben.
- Feedback, Analyse und Implementierung liegen ebenfalls zentralisiert bei L&D.
- Es wird klar unterschieden, welche Schulungen unternehmensweit relevant sind und für welche Lerninhalte die Ownership klar in den Fachteams liegen kann.
- L&D arbeitet zentral mit dem vollen Toolkit von Articulate 360 AI.
- Fachteams nutzen das zugängliche und AI-gestützte Frontline, um aus Dateien effektive Training-Kits zu erstellen.
Wenn sich L&D mit dem richtigen Tool-Setup und dem riesigen Erfahrungsschatz strategisch im Unternehmen positioniert, wird es unerlässlich, um in der sich rasend verändernden Business-Welt Halt durch schnell und überall zugängliches Wissen zu geben. Dann wird L&D zum Rückgrat aller Change-Prozesse. Denn die erfolgreichsten Change-Prozesse zeichnen sich durch Mitgestaltung der Mitarbeitenden aus. Richtig implementiert und angewendet kann Frontline genau hier Mehrwert schaffen: durch Dezentralisierung und Beteiligung. Mitgestaltung ist erwiesenermaßen ein wichtiger Hebel, um Change-Fatigue zu reduzieren.²
Das geht nicht von heute auf morgen. Wir sehen aber schon jetzt in Gesprächen mit unseren Kundinnen und Kunden, dass sich die Transformation lohnen kann. Einige dieser Cases hat Articulate in der Keynote in Orlando auf großer Bühne präsentiert. Wenn Sie selbst mit Ihrer lokalen L&D-Community und internationalen Expertinnen und Experten in den Austausch kommen wollen, um die Rolle von L&D in diesem Zusammenhang zu diskutieren oder Erfahrungen auszutauschen, dann seien Sie bei unseren Live-Events dabei: Masters of Articulate findet dieses Jahr erstmals in Paris statt und kehrt nach dem Erfolg im letzten Jahr nach Köln zurück. In dedizierten Sessions widmen sich internationale Expertinnen und Experten auch Frontline und dem Zusammenspiel von L&D und Fachteams.
¹ , ² Gartner-Studie, zitiert in Harvard Business Review .